Mitgliederversammlung am 15.9.2022

Die Jahreshauptversammlung des SPD Ortsvereins Remchingen mit Wahl des OV-Vorstandes findet am Donnerstag, den 15.September um 19:30 im Sitzungszimmer des Brauhaus 2.0 in Wilferdingen statt. Die Tagesordnung:

1.     Begrüßung und Sitzungseröffnung
2.     Ehrungen und Totengedenken
3.     Berichte aus Gemeinderat und Kreistag
4.     Berichte/Entlastung
4.1.  Bericht der Zählkommission
4.2.  Bericht des Ortsvereinsvorsitzenden
4.3.  Bericht des des Kassierers
4.4.  Entlastung des Vorstands
4.5.  Entlastung des Kassierers
5.     Wahlen/Wahl des Vorstands
5.1.  Wahl des/der Vorsitzenden
5.2.  Wahl der StellvertreterInnen
5.3.  Wahl des/der Kassierers/Kassiererin
5.4.  Wahl des Schriftführers/der Schriftführerin
5.5.  Wahl der BeisitzerInnen
5.6.  Wahl der RevisorInnen
5.7.  Wahl von Kreis-Delegierten
6.     Anträge
7.     Verschiedenes

Für die Wahl sind alle Mitglieder des Ortsvereins Remchingen stimmberechtigt.

Über eure zahlreiche Teilnahme freuen wir uns, denn neben dem offiziellen Teil wollen wir noch Ehrungen durchführen und vor allen wollen wir nach der langen Corona-bedingten Unterbrechung wieder in geselliger Runde zusammensitzen. Gesprächsstoff gibt es mit Sicherheit genug.

Viele Grüße

Euer OV-Vorstand

Die SPD-Fraktion wunderte sich am 02. Juni in der Sitzung des Gemeinderats – warum?

In der vergangenen Sitzung stellte Herr Gaus uns das  Siegerbüro Gaus Architekten aus Göppingen und dessen Arbeitsweise und bewundernswerter Erfahrung im Bau von Bildungseinrichtungen  näher vor, es war sehr interessant die Gedanken und Begründungen, die hinter den dem Gemeinderat vorgestellten Plänen für den Jugend- und Kindercampus stehen,  kennen zu lernen.

Die Pläne haben uns überzeugt und wir können guten Gewissens bestätigen, dass hier die richtigen Köpfe für dieses Projekt als Sieger hervorgegangen sind.

Ja, die Pläne sind wirklich überzeugend. Weniger überzeugend und überraschend für unsere Faktion sind die Einwände einiger Kollegen was den zu erwartenden Verkehr hauptsächlich  in den Ortsstraßen Kutscherweg und Im Grund betrifft.

Es ist vollkommen richtig, dass dies eine heikle Frage ist, die aber vor der Diskussion dieses Standorts klar und für jeden Mitentscheider erkennbar war.  Hier nun die Zustimmung zu der Umsetzung der Planung an eine Forderung eines Verkehrsgutachtens und –planes zu binden, heißt für uns die Verantwortung weiter zu geben und das ist für unsere Fraktion keine Lösung.

Nicht zuletzt dieses Verkehrsproblem haben wir im Juni 2020 als ersten Entscheidungsgrund für einen  Neubau „im Bruch“  angeführt:

„Ein Kindergarten mit fast 100 Plätzen bringt ein recht hohes Verkehrsaufkommen und ist für einen Standort innerhalb eines Wohngebietes schon aus diesem Grund für uns nicht tragbar.  Im Bruch ist die Zu- und Abfahrt durch die bestehende Infrastruktur  geregelt. „

Damals fand u.a.  dieses Argument eine breite Zustimmung. Ich erinnere mich an eine gemeinsame Presseerklärung der CDU und SPD zu diesem Standort  und der Erfolg war, dass  für den Kindergarten dieser Standort beschlossen wurde, zumal  dem Gemeinderat deutlich vorgetragen wurde, dass eine Prüfung der Hochwassergefahr  für dieses Projekt keine diesbezügliche Gefährdung gesehen hat.

Im Juni 2021 änderte sich die Mehrheitsmeinung im Gemeinderat und der Kindergarten wurde mit in die Planung der absolut notwendigen und auch möglichst schnell zu verwirklichenden Neubauten für die Kernzeitbetreuung und eine Mensa der Wilferdinger Schulen einbezogen.  Es sieht auf den ersten Blick sinnvoll aus, aber hat unseres Erachtens keine Synergieeffekte für einen der drei erforderlichen Neubauten und es erhöht den zu erwartenden Anliegerverkehr in großem Maße. Aber,  in einer Demokratie toleriert man auch die Entscheidungen der Mehrheit und so haben wir natürlich versucht, das Beste aus der Situation zu machen.

So z.B. den Kindergarten gefühlt außerhalb der gängigen Schulwege auf dem Gelände unter zu bringen. Wir haben uns ausführlich dazu geäußert.  Hier nur kurz:  die U 3 Gruppen brauchen Mittagsruhe – gerade die Zeit, in der viele größere und nicht immer ruhige Kinder auf dem Gelände unterwegs sind: zur Mensa oder auch zur Kernzeitbetreuung.

Wir haben in einer unserer Veröffentlichungen die Hoffnung ausgesprochen, dass die Architekten in ihren Planungen hier eine Lösung zaubern. Die Architekten Gaus haben sie soweit es möglich ist, gefunden und den Kindergarten auf die südliche Seite „Im Grund“ gelegt.

Das ist für uns ein  Kompromiss und gibt den Anforderungen des Kindergartens Raum.

Die SPD-Fraktion erwartet jedoch noch einige sicher lebhafte Diskussionen über die Anordnung und Erreichbarkeit des Kinder- und Jugendcamps, doch wir versuchen hier unserer Meinung treu zu bleiben und zu erreichen, was wir mit unserer doch recht bescheidenen Fraktionsstärke erreichen können.

Für die SPD-Fraktion

Antje Hill
Fraktionsspsrecherin

Streuobstbestände auf der „Roten Liste“!

Folgende Aussagen finden sich im Landschaftsplan für Remchingen, der jüngst dem Remchinger Gemeinderat präsentiert wurde:

„Streuobstbestände gehören zu den artenreichsten Landnutzungsformen Europas und gelten als Hotspots der Biodiversität. …
Nach der Roten Liste der gefährdeten Biotoptypen Baden-Württembergs sind die Streuobstbestände des Landes in den letzten 50 Jahren stark zurückgegangen und werden als gefährdet eingestuft.“

Die ältere Generation erinnert sich noch sehr gut daran, wie die Nutzung dieser wertvollen Gebiete stattfand. Das Obst wurde einerseits gepflückt und eingelagert und der dafür nicht benötigten Anteil wurde vermostet und in Form von Süßmost oder in vergorener Form als Most genossen. Im letzten halben Jahrhundert ging die Entwicklung dahin, dass man auch bei uns auf dem Lande den Kindern erklären muss, dass Milch eigentlich nicht aus der Tüte stammt und Obst und Gemüse nicht im Supermarkt wächst.
Streuobstbestände, die seit Jahrhunderten ein Teil der Kulturlandschaft Remchingens waren, sind aufgegeben worden und Mostereien sind inzwischen in unserer Gegend mit der Lupe zu suchen.

Beides hat seine Gründe in der demografischen Situation: die Generation derer, die eine Mosterei mehr oder weniger hobbymäßig betreibt und die Generation die bisher die Pflege der Hochstämme übernommen hatte ist meist altersbedingt nicht mehr dazu in der Lage. Nun ist es eine Sache, vom Schreibtisch bzw. Ratstisch aus den Verlust der Biodiversität und den Verlust von Streuobstbeständen akademisch zu beklagen. Die andere Seite der Medaille ist es aber konkret etwas zu unternehmen.

Wir sind überzeugt, es wäre möglich z.B. durch Vermittlungsmodelle zu versuchen, in der Gemeinde wohnende junge Familien ohne eigene Grundstücke an die Streuostnutzung heranzuführen. Allein die Tatsache, den Kids Obst und Saft aus unbehandelter Rohware anbieten zu können muss doch das Herz verantwortungsbewusster Eltern höher schlagen lassen!

Es gilt zu prüfen, inwieweit die Gemeinde Remchingen hier initiativ wird und ob bzw. wie beispielsweise die 3 ortsansässigen Obst- und Gartenbauvereine unterstützend wirken könnten. Dabei müsste das Rad nicht neu erfunden werden. Ein Blick in andere Gemeinden zeigt, dass es möglich ist.

Ein „runder Tisch Streuobst“ wäre vielleicht hilfreich um in der Sache voran zukommen, im Idealfall bevor im Herbst überraschend wieder Obst zu verwerten ist.

Edgar Kunzmann, SPD Ortsverein

„Krieg ist nicht mehr die ultima ratio, sondern die ultima irratio.“ (Willy Brandt 1971)

Der Willy-Brandt-Realschule in Königsbach wurde die Ehre zuteil, in ihrer Aula die hochkarätige Wanderausstellung zum Leben und Wirken ihres Namensgebers Willy Brandt zeigen zu dürfen. 

Aus unserem Ortsverein waren mehrere Besuchergruppen dort und haben sich über den großen Sozialdemokraten informiert, der im Übrigen am 24.Juni 1961 bei der Einweihung des Neubaus der Wilferdinger Schule eine Rede hielt.

NS-Gegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, Außenminister, Bundeskanzler, Friedensnobelpreisträger – die Wanderausstellung spiegelt das spannende Leben Willy Brandts und die wechselvolle Geschichte Deutschlands und Europas im 20. Jahrhundert wider. Brandts Regierungszeit bis Mai 1974 wird dort einer historisch-kritischen Betrachtung unterzogen. Beim Rückblick auf bedeutende Ereignisse und Themen der Jahre 1969 bis 1974 (Ostpolitik und Friedenspolitik) drängen sich uns als Besucher Verbindungen zur aktuellen politischen Lage auf.

Edgar Kunzmann, Antje Hill, Andreas Beier und Werner Karafiat bei der Willy Brandt-Ausstellung
Edgar Kunzmann, Antje Hill, Andreas Beier und Werner Karafiat bei der Willy Brandt-Ausstellung

Frieden – seit wenigen Tagen hat dieser Begriff für uns in Europa ein ganz neues Gewicht. Wir waren alle an die scheinbare Selbstverständlichkeit des Frieden in unserer Heimat gewöhnt. Immerhin dauerte der Zustand für geschichtliche Maßstäbe sehr lange an – ein ganzes Lebensalter - und wir hatten es als ganz selbstverständlich erachtet, dass die Welt aus den Lehren der Geschichte des 20. Jahrhunderts gelernt hatte. Schlagartig sind wir nun aus dieser Illusion gerissen worden.

Was wir aus der Ausstellung und der Beschäftigung mit der Biographie Willy Brandts mitnehmen, ist die Überzeugung: Demokratie und Freiheit sind keine Gegebenheiten, die man als selbstverständlich nehmen kann, wenn sie einmal erreicht sind.

Er wollte „mehr Demokratie wagen“, wir alle müssen 50 Jahre später bereit sein, diese freiheitliche Demokratie zu verteidigen – nach innen und außen!

Edgar Kunzmann

Unterbringung von weiteren Flüchtlingen

Ein eiliger und wichtiger Punkt der letzten Gemeinderatssitzung beschäftigt die SPD-Fraktion intensiv: die Unterbringung von weiteren Flüchtlingen. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir hier von Ihnen allen, den Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus Remchingen,  tatkräftig in der Planung unterstützt werden würden.

Es handelt sich um die Schaffung menschwürdiger Unterkünfte für die Flüchtlinge, die Remchingen in Zukunft zugewiesen werden. Man konnte es in der regionalen Presse schon verfolgen.

„Es ist unstrittig“ -  so wurden die Anwesenden der Gemeinderatssitzung vom 17. Februar  unterrichtet, „dass die Zahl der in Remchingen unterzubringenden Personen weiter steigen wird und es ist leider ebenso unstrittig, dass die Remchinger Verwaltung es trotz vieler Versuche und Bitten an die Bevölkerung nicht geschafft hat, leerstehenden Wohnraum anzumieten“.

So sehen wir als uns als Teil des Gemeinderats und der Bevölkerung nicht nur in der sozialen Verpflichtung, sondern es ist uns auch ein wichtiges Anliegen, den Menschen, die unserer Kommune nach vielen Irrwegen zugewiesen werden,  hier als erstes einmal einen sichere Unterkunft zu ermöglichen.   

Leider zwingt uns die Realität und die kurze Zeit der Vorbereitung vorerst Wohnraum in Modulbauweise bereit zu stellen. Wichtig ist uns dabei, auch weiterhin die Gemeinde dabei zu unterstützen, dass  die Flüchtlinge dezentral angesiedelt werden. Damit hoffen wir den Erwachsenen sowie den Kindern die Chance einer Integration in den Lebensraum Remchingen zu erleichtern.

Als erster Schritt wurde, wie schon aus der Presse berichtet, ein Standort in Nöttingen von der Verwaltung vorgeschlagen und mehrheitlich vom Gemeinderat beschlossen. Doch dies ist, wie gesagt, der erste Schritt.

Die Verwaltung hat dem Gemeinderat noch eine Vorschlagsliste mit insgesamt 12 Standorten vorgelegt.  Nun sehen wir von der SPD-Gemeinderatsfraktion uns verpflichtet sehr zeitnah aus diesen Vorschlägen für uns diskutable Standorte auszuwählen und/oder weitere Vorschläge aus unseren Reihen oder vielleicht die Ideen, die aus er Bevölkerung an uns herangetragen werden,  in die Diskussion des Gremiums einzubringen.

Sprechen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

Ihre SPD-Gemeinderatsfraktion
Antje Hill, Volker Bräuninger und Andreas Beier

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