Muss das denn sein?

Veröffentlicht am 05.11.2018 in Gemeinderatsfraktion

Unser Gemeinderatsmitglied und stellvertretender Bürgermeister Edgar Kunzmann hat seine Beobachtungen und Gedanken zu Halloween-veranlassten Respektlosigkeiten und Fehlverhalten in einem Appell zusammengefasst.

Am Mittwoch letzter Woche war Reformationstag. - so haben wir Älteren das als Besonderheit des Datums 31.Oktober gelernt.

Infolge der Globalisierung ist heute den meisten für dieses Datum nur noch das unserer Kultur fremde "Halloween"  geläufig. Bei der Gelegenheit ziehen Kinder um die Häuser und sammeln Süßigkeiten. 

Soweit so gut für die Kinder. 

Leider ist es mit der harmlosen Klingelparty der Kleinen jedoch nicht mehr getan. Ab einem gewissen Alter gehört auch zu Halloween offenbar ein kollektives Besäufnis, ähnlich wie auch jährlich am 1.Mai.

Dieser Sachverhalt ist zugegeben nicht ganz neu. Jugend hat schon zu jeder Zeit über die Stränge geschlagen und meist begleitet von Lärm und hinterlassenem Müll im öffentlichen Raum.

Nach aktuellen Beobachtungen hat sich jedoch an der Qualität dieser Ereignisse in jüngerer Vergangenheit etwas geändert. 

Zum einen sind die Hinterlassenschaften nicht mehr nur beschränkt auf nicht weggeräumten Müll, sondern eine besondere Gefahr geht von den zerschlagenen Flaschen aus. Wenn diese Glasscherben-Exzesse auf einem Spielplatz für Kleinkinder geschehen, wie jüngst am Spielplatz an der Wilferdinger Straße, dann zwingt sich die Frage auf, was in solchen Köpfen vorgeht. Auf jeden Fall ist erzieherisch etwas schiefgelaufen, wenn man eine solche Gefährdung von Kleinkindern mutwillig herbeiführt.

Zum anderen ist es für Passanten und Anwohner nicht zuträglich eine so handelnde Gruppe auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen. Zumindest Respektlosigkeiten und Beschimpfungen, mitunter Drohungen sind dann zu  erwarten, wie berichtet wird.

Diese Zeilen sollen nicht als Ruf nach mehr Polizei und Verboten verstanden werden. Auch ist die Gemeindeverwaltung der falsche Adressat für diesbezügliche Beschwerden. 

Der Appell dem Fehlverhalten und den Respektlosigkeiten entgegenzuwirken ergeht an jede(n), die/der Zugang zu Heranwachsenden hat, sei es in Vereinen, Schulen, im Bekannten- und Verwandtenkreis und vor allem im Elternhaus! Nicht immer stimmt der Satz: „Mein Kind tut sowas nicht“.

Für die SPD-Fraktion

Edgar Kunzmann

 

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden