Planen darf nicht Handeln lähmen,

Veröffentlicht am 28.02.2012 in Gemeindenachrichten

stellte die SPD-Fraktion unter anderem in ihrer Fraktionsklausur übereinstimmend fest. Es ist gut und unterstützenswert, wenn wir im Gemeinderat mittel- und langfristige Ziele für die Gemeinde diskutieren und sorgfältig planen, aber es gibt einfach Probleme, die uns zum Handeln auffordern und obwohl sie Teil einer Gesamtlösung sein werden, einer kurzfristigen Lösung bedürfen.

Ein solches Problem sehen wir in der Versorgung der Ortsteile Nöttingen und Darmsbach. Es gibt hier zwar zwei vorzüglich aufgestellte Metzgereien und eine ebenso gute Bäckerei, die auch einige Lebensmittel des täglichen Bedarfs anbietet, aber das ist für eine ausreichende tägliche Versorgung von fast 2500 – wenn wir Darmsbach dazu rechnen – knapp 3050 Bürgerinnen und Bürgern nicht ausreichend. Es ist sehr erfreulich, dass Bewegung in die positive Entwicklung des Ortsteils Nöttingen kommt.
  • der lang geforderte Lärmschutz wird durch den Neubau der Autobahn – der nach neuesten Meldungen schneller kommen wird als geplant - absehbar realisiert sein.
  • die konkrete Planung und hoffentlich ebenso zeitnahe Umsetzung der Ortsumgehung wird den Ortskern Nöttingens wieder für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen und ein langjähriges Ärgernis, nämlich die Belastung der Tulla-Straße durch LKW-Verkehr, beseitigen.
Das alles ist, wie man so schön sagt, am Laufen – wir sind froh darüber, insbesondere über die Ortsumgehung, die ein schon lange von uns gewolltes und unterstütztes Projekt ist. Doch sieht die SPD-Fraktion, wie schon mehrfach angesprochen und geschrieben, einen dringenden Handlungsbedarf für Gemeinderat und Verwaltung in der Lösung des Problems der Versorgung der Nöttinger und sicher auch zum großen Teil Darmsbacher Bevölkerung mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs. Hier fehlt ein Vollversorger, der für die Menschen auch ohne lange Anfahrtswege erreichbar ist. Die SPD-Fraktion fordert daher die Verwaltung auf, geeignete Standorte auf Nöttinger Gemarkung zu suchen und Kontakte zu Vollversorgern, die für diese Aufgabe infrage kommen könnten, aufzunehmen. Wir wissen, dass die Realisierung eines solchen Projektes nicht von heute auf morgen kommen kann, aber jeder Tag, den wir in der Vorbereitung einer Entscheidung verstreichen lassen, ist unseres Erachtens eine unnötige Verzögerung. Wir wollen bis zu der Sommerpause des Gemeinderats Klarheit haben: wo, wer, wann die Versorgungslücke in Nöttingen schließen wird und beantragten daher bei der Verwaltung, dieses Thema in einer der nächsten Sitzungen des Gemeinderats in die Tagesordnung aufzunehmen.
 

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